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Kaum eine Kunst verlangt jenen, die sich ihrer verschrieben haben so viel ab wie das klassische Ballett. Und für kaum ein Kunst ist man so schnell zu alt. Vom schwierigen Leben nach dem Traum vom Tanzen. Von Maya Künzler

Tänzerinnen und Tänzer kennen sich mit körperlichem Schmerz aus. Insbesondere jene, die sich für den klassischen Tanz, das Ballett, entschieden haben. Was sie täglich zu leisten haben, ist vergleichbar mit den Anforderungen an einen Spitzensportler. Cristiana Sciabordi, langjährige Balletttänzerin, weiss, wovon sie spricht, wenn sie sagt, der Schmerz gehöre zum Alltag einer Tänzerin.

«Man nimmt die schmerzenden Füsse oder die Rückenschmerzen in Kauf, denn nichts ist schöner, als zu tanzen und auf der Bühne zu stehen.» Tanzen, das ist eben nicht einfach ein Beruf, es ist eine Berufung. Was aber, wenn der Körper sich weigert, seinen Dienst zu tun? «Wenn der Schmerz grösser wird als die Befriedigung und das Glück, zu tanzen, dann ist es Zeit aufzuhören», sagt Sciabordi, die heute als Ballettmeisterin am Theater Basel arbeitet. Sie selber weiss aus eigener Erfahrung, dass das Ende der künstlerischen Karriere zum Albtraum werden kann.

Eine Tänzerkarriere ist kurz, bei Frauen noch kürzer als bei Männern. Nach der Ausbildung bleiben den Tänzerinnen 12 bis 15 Jahre, um ihren Traumberuf zu leben. Für Laien ist es fast unvorstellbar, was Profis täglich an Hochleistungstraining absolvieren, um sich auf Top-Niveau zu halten. Spätestens mit 35 wird es für die meisten Tänzerinnen Zeit, sich über eine zweite Karriere Gedanken zu machen. Genau dies aber tun die wenigsten und schlittern, wenn der Körper plötzlich rebelliert, direktin eine Existenzkrise hinein.

Hauptrollen verkörpert Die Japanerin Ayako Nakano, Mitglied im Ballett Basel, steht am Endpunkt ihrer Tänzerinnenkarriere. Sie war über viele Jahre die Muse von Ballettdirektor Richard Wherlock, wie er selber sagt. Eine hochtalentierte Tänzerin, die während der vergangenen 22 Jahre unzählige Hauptrollen verkörperte. Sie ist auch in Bezug auf ihr Alter eine Ausnahmeerscheinung: 42 Jahre altist sie heute. «Wenn du in einer Ballett-Kompanie ein Engagement hast», sagt sie, «hast du schlicht keine Zeit, über eine zweite Ausbildung nachzudenken.»

Konfrontiert mit der Tatsache, dass ihr Körper mit den jungen Tänzern nicht mehr mithalten kann und ihre Zeit auf der Theaterbühne ausläuft, war auch Nakano nicht gefeit vor Verlustängsten. Abgestürzt ist sie deshalb nicht. Bei aller Verunsicherung spürte sie immer auch eine Neugier, nochmals etwas Neues anzupacken. Und sie hat Glück, einen Chef zu haben, der sich für seine Tänzerinnen und Tänzer ins Zeug legt.

Wherlock ist es ein Anliegen, seine ehemaligen Tänzer bei diesem schwierigen Übergang zu unterstützen. Nakano wird sich in der neuen Spielzeitin ihre neue Rolle als Ballettmeisterin beim Ballett Basel einüben, unter dem Mentorat von Sciabordi. Eine andere Tänzerin, sie tanzt ein weiteres Jahr in der Kompanie, wird in der hauseigenen Kostümabteilung gleichzeitig einen Stage machen. Wherlock kann sich einen Scherz dazu nicht verkneifen: «Wissen Sie, warum wir unsere ehemaligen Tänzerinnen und Tänzer im Haus zu halten versuchen? Sie sind extrem zuverlässig und sagen nie Nein.»

Junge Tänzer am Anfang ihrer Laufbahn wollen so bald als möglich einen Platz in einer Kompanie und das tun, wofür sie so vieles geopfert haben:tanzen! Dafür sind sie bereit, hart an sich zu arbeiten, und nehmen auch ein tiefes Salär hin. Priorität hat der unbedingte Wunsch, aufzutreten und anspruchsvolle Partien zu tanzen. Doch bei aller Disziplin und Ausdauer gibt es keine Garantie, dass das Talent vom Choreografen auch wahrgenommen wird.

Vielleicht muss die junge Tänzerin in ein anderes Ensemble wechseln, sich erneut beweisen, im Wettbewerb mit anderen begabten jungen Tänzern, die ebenfalls anstehen und auf ihre grosse Chance warten. Man muss im Hier und Jetzt alles geben und hat weder Musse noch Lust, über die Zeit danach nachzudenken. In einer Tänzerexistenz gibt es keine Sicherheiten. «Wenn du als Mann eine Familie willst», meint Richard Wherlock lakonisch, «ist Tanz kein wirklich gutes Berufsziel.»

Nichtimmer ist es das Alter, das Tänzer zum Aufhören zwingt. Auch ein Unfall kann dazu führen, dass man frühzeitig eine andere Laufbahn einschlagen muss. Die Knie zum Beispiel, die nach einer Operation immer wieder Probleme bereiten und der hohen Belastung nicht mehr standhalten wollen. Dies zwingtjeden brutal auf den Boden nackter Realitäten zurück. Ohne finanzielle Ressourcen wird es schwierig mit einer Umschulung. Da die Löhne im Vergleich mit jenen von Spitzensportlern um einiges tiefer sind, fehlt meist das nötige Geld dafür.

Bis vor kurzem gab es in diesem Zusammenhang ein weiteres gravierendes Problem: Der Tänzerberuf war in der Schweiz offiziell nicht anerkannt. Das hatte für die Betroffenen Konsequenzen. Tanzstudierende waren gezwungen, ihren Abschluss im Ausland zu machen. Das dort erworbene Diplom war aber keinem eidgenössischen Fähigkeitsausweis gleichgestellt und de facto nicht anerkannt. Entsprechend konnte der Tänzer nach seiner aktiven Bühnenlaufbahn keine höhere Berufsausbildung anschliessen.

Seit 2009 ist das System durchlässiger. Auch in der Schweiz werden nun anerkannte Diplome in Tanz angeboten. Wer will, kann daran anknüpfen, weiter studieren und sich umschulen. Die positiven Veränderungen verdanken sich dem «Projekt Tanz». Die Studie haben das Bundesamtfür Kultur, die Kulturstiftung Pro Helvetia, die Kantone sowie Städte, die Tanzverbände und die Tanzszene von 2002 bis 2006 in einem vereinten Kraftakt angestossen. Es ging darum, den Status quo der Tanzschaffenden in der Schweiz erstmals zu erfassen und aufgrund der Ergebnisse deren Arbeitsund Lebenssituation zu verbessern.

Trotz allem, findet Oliver Dähler, gebe es auf dem Feld der Umschulung noch einiges zu leisten. Bis heute fehlt eine Unterstützung durch öffentliche Gelder. Dähler ist seit drei Jahren Geschäftsführer der Umschulungsstiftung SSUDK. Auch wenn deren Dienstleistungen allen Bühnendarstellern zur Verfügung stehen, ist sie doch in erster Linie eine Anlaufstelle für Tänzerinnen und Tänzer, die sich in «Transition», also im Übergang zu einer beruflichen Neuausrichtung, befinden. Dähler ist ein ehemaliger Tänzer und Choreograf, der die gleiche Erfahrung machte wie seine «Klientel», die er heute berät.

In Transition Dem künstlerischen Bereich hat er aber noch nicht ganz abgeschworen. «Ich habe das Gefühl, ich bin immer noch in Transition», sagt er, «für mich ist es wichtig, ab und zu als Choreograf zu arbeiten.» Regelmässig führt Dähler in den Theatern «Speed Datings» durch. Das ist kein Anlass für einsame Single-Herzen, sondern ein Informationsanlass. Junge Tänzerinnen und Tänzer tauschen sich mit älteren, erfahrenen Kollegen aus, die sich bereits ein neues Berufsfeld geschaffen haben. «Gerade Stadttheater sind extrem geschlossene Systeme», findet Dähler. «Es geht ums Tanzen und nochmals ums Tanzen. Die sozialen Kontakte spielen sich vor allem innerhalb der Theaterwelt ab.» Die Kompanie-Mitglieder müssten sich nicht um die Organisation kümmern, sie seien in einen fixen Tagesablauf eingebunden.

Ganz anders sähe der Alltag der freischaffenden Tänzer aus, erzählt Dähler. Diese müssten sich immer wieder um neue Engagements bemühen, und sie hätten Übung im Umgang mit Behörden bei der Suche nach Unterstützungsgeldern. Erfahrungen, die ihnen später zum Vorteil gereichten. Sonst aber istihre Situation schwieriger. Ensemblemitglieder einer Institution können sich ganz auf den Tanz konzentrieren und verpuffen ihre Energien nichtin oftmals öden Nebenjobs, die ihnen das Über- «Wennduein Engagementhast, hastduschlicht keineZeit,über eine zweiteAusbildung nachzudenken.» Zürichim TanzRausch Bisweilen geht das Ballett ob all der Diskussionen um die hohen C und modernen Regien im Opernhaus Zürich etwas vergessen, aber seit Choreograf Heinz Spoerli 1996 das Zepter übernahm, ist Zürich eine Ballettstadt geworden. Die Ballettauslastung übersteigt sogar jene der Oper, liegt über 90 Prozent. Als Christian Spuck 2013 das Erbe Spoerlis antrat, riss die Begeisterung nicht ab – im Gegenteil: Die Klassiker und Spucks Choreografien von vertanzten Romanen und Dramen wie «Anna Karenina» oder «Woyzeck» boomen. Das Zürcher Ballett gastiert regelmässig in der Welt, 2018 gar in Moskau. Die erste Premiere der kommenden Saison findet am 13. Oktober statt – und ist bezeichnend: Spuck choreografiert Schuberts Liederzyklus «Die Winterreise». Und typisch: 2019 heisst es nicht «Oper für alle», sondern «Ballett für alle», wird doch am 22.Juni «Romeo und Julia» auf dem Sechseläutenplatz gezeigt. (bez.) 19. August 2018 |NZZ amSonntag 19 leben sichern. Zudem haben die festangestellten Tänzerinnen und Tänzer bessere Sozialleistungen und später einmal eine Pension, auch wenn diese nicht sehr hoch ausfällt. «Ich war schockiert», sagt Dähler, «als ich die Resultate meiner Umfrage von 2014 sah. Ein Drittel der Tänzerinnen und Tänzer gab an, nach allen Abzügen weniger als 2000 Franken monatlich zu verdienen.»

Im Vergleich mit den Schauspielern, Musikern und Sängern stehen die Tänzerinnen und Tänzer an einem Theater oder der Oper auf der untersten Lohnstufe. Als Nora Dürig als blutjunge Tänzerin im Ballett Zürich ihr erstes Engagement bekam, war sie überglücklich und machte sich wegen des kleinen Gehalts überhaupt keine Gedanken, wie sie erzählt. Ein mögliches Leben nach dem Tanzen war sehr weit weg. Als sie sich acht Jahre später entschied, einen neuen Berufsweg einzuschlagen, stellten sich ihr neben vielen Fragen zur Zukunft aber auch ganz schnöde finanzielle. Mit einem Stipendium der Umschulungsstiftung SSUDK konnte sie einen Teil der hohen Ausbildungskosten finanzieren. Heute führt sie eine Praxis für Rolfing, eine manuelle Körpertherapie. Daneben unterrichtet sie Yoga. «Ich konnte mir nie vorstellen, Ballettlehrerin zu werden. Wenn schon nicht mehr tanzen, dann etwas Neues.»

Geschlossene Welt Dürig ist kein typischer Fall. Damals, mit 27, war sie vergleichsweise jung und hätte noch einige Jahre tanzen können. «Für mich war das Umfeld einfach nicht mehr stimmig», meint sie. «Als junge Tänzerin habe ich diese geschlossene Welt nicht weiter hinterfragt.» Doch immer stärker machten sich eine Sehnsucht nach mehr Freiheit bemerkbar, und der Wunsch, das Leben ausserhalb der Tanzwelt kennenzulernen.

Dieser Prozess hat Dürig viel Kraft gekostet. Doch Ängste hatte sie nie. Das mag auch daran liegen, dass Dürig in Zürich geboren ist und dadurch über ein soziales Umfeld verfügt, ihre Familie und Freunde aus früheren Tagen, mit denen sie Gespräche zu ihren Zukunftsplänen führen konnte. Anders als viele ihrer Kolleginnen und Kollegen, ein bunt gemischtes Völklein aus verschiedenen Nationen, die wenig bis gar keine Kontakte ausserhalb des Opernhauses haben. «Nachdem ich mit Tanzen aufgehört hatte», erzählt Dürig, «tat mir plötzlich der Fuss weh. Etwas, das ich vorher nie hatte.» Es war eine körperliche Reaktion auf den Tanz-Entzug; mit einem fein dosierten Training bekam sie die Schmerzen in den Griff.

Jedes Schicksal ist anders, individuell. Das betont auch Oliver Dähler im Gespräch. Er hatin den letzten drei Jahren viele Tänzer beraten und in ihrem Transitions-Prozess unterstützt. Nichtimmer vollzieht sich dieser reibungslos. Sich in der Mitte des Lebens beruflich umorientieren zu müssen, trifft viele Tänzer unvorbereitet. Was in der Gesellschaft als Jugend- und Schönheitswahn grassiert, zeigt sich im Probenraum ausgeprägt. Richard Wherlock drückt es so aus: «Wir arbeiten mit Spiegeln und schauen selten nach innen. Als Tänzer sind wir total von unserem Körper abhängig.» Gerade im klassischen Tanz sind die Technik und die perfekte Körperästhetik die absoluten Leitplanken. Für Dähler ist es deshalb wichtig, dass die Tänzer sich schon jung, möglichstin der Ausbildung, mit der Zeit danach auseinandersetzen.

Als Gastdozent an der Zürcher Hochschule der Künste bringt er das Thema Transition zur Sprache. Ausserdem wünscht er sich mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. Tänzer seien hochqualifizierte Spezialisten mit ausgezeichneten Kompetenzen. Und die müssten beim Übergang in ein neues Berufsfeld berücksichtigt und wertgeschätzt werden. Dähler baut an einem Netzwerk. So ist er auch im Gespräch mit der Berufsberatung für Spitzensportler in Zürich Oerlikon. «Mit 35 oder 40 eine Lehre zu beginnen, ist schwierig, wenn das Durchschnittsalter bei 17 liegt und die Gleichaltrigen schon erfolgreich im Berufsleben stehen», führt Dähler aus. Auch ältere Menschen müssten die Chance haben, Praktika zu machen und in Berufe hineinzuschnuppern.

Die Statistik zeigt, dass sich in der Schweiz gerade einmal 17 Prozent beruflich total neu orientieren. Die Mehrheitist in tanzverwandten Berufen wie Choreografie, Tanzunterricht oder im Körpertherapiebereich tätig. Anders sieht das in Grossbritannien und den Niederlanden aus. Dort entscheiden sich mehr und mehr ehemalige Tänzerinnen und Tänzer für andere Berufe, werden sogar Piloten oder Anwälte. Das liegt auch an einer besseren Information und Schulung schon während der Tanzausbildung. Beispielhaft ist da die Royal Ballet School in London, die in Zusammenarbeit mit dem britischen TransitionsZentrum das Thema Transition in ihr Schulcurriculum für die drei letzten Studienjahre aufgenommen hat. Die Schweiz hatin dieser Hinsicht noch Nachholbedarf. Grossbritannien und die Niederlande könnten in Sachen Umschulung als Vorbilder dienen. In den Niederlanden leisten sowohl die Arbeitgeber, die Kompanien als auch die Arbeitnehmer einen monatlichen Beitrag, der später als Kredit bei der Umschulung zur Verfügung steht.

«Ich konnte mir nie vorstellen, Ballettlehrerin zu werden. Wennschon nicht mehr tanzen, dann etwasNeues.»

Das Ballett Zürich ist die grösste Kompanie der Schweiz. Christian Spuck, ihr Direktor, hatlange im Stuttgarter Ballett getanzt. Als bei ihm ein Wechsel anstand, hatte er bereits erste Erfahrungen als Choreograf gesammelt. «Ich hatte das Glück, dass ich weiter unter Vertrag gehalten wurde», erzählt Spuck, «ich choreografierte mal da, mal dort.» Für eine Existenz reichte es nicht aus, und so musste er sich um weitere Jobs bemühen. Immerhin hatte er beim Stuttgarter Ballett einen gewissen Rückhalt, da er dort pro Saison eine Choreografie machen konnte.

Ein Kollege von damals, erinnert sich der Ballettdirektor, machte eine Banklehre, ein anderer gründete in Neuseeland eine Bäckereikette. Er kannte aber auch solche, die den Absprung nicht schafften. «Die heutige Generation in Deutschland», sagt er, «steht an einem anderen Punkt.» Viele machen parallel zur Tanzausbildung schon eine Sprachschule oder die Matura. Letzteres istim schweizerischen Bildungssystem für Tänzer noch nicht möglich.

Der Jugendwahn macht Spuck Mühe. Er liebe es, mit älteren Tänzern zu arbeiten. «Sie bringen mehr Reife und Erfahrung mit», meint er. Tatsächlich aber sind es nur Ausnahmetänzer, Stars wie Sylvie Guillem, Mikhail Baryshnikov oder Marcia Haydée, die weit über das übliche Alter hinaus weiter auftreten oder aufgetreten sind.

Was im zeitgenössischen Tanz schon länger im Trend ist, dass nämlich Tänzer über 40 auf der Bühne stehen, bildetim klassischen Tanz die Ausnahme. Zu stark sind die Vorstellungen von dem, was Ballett ausmacht, nämlich perfekt beherrschte Technik und körperliche Makellosigkeit. Pionierarbeitleistete das Nederlands Theater NDT aus Den Haag, als es 1991 neben der Haupt-Kompanie und dem Junior-Ensemble das NDT III aus der Taufe hob. Die Truppe mit Tänzerinnen und Tänzern über 40 tourte weltweit und war ein sensationeller Erfolg. 2006 war trotzdem Schluss, angeblich aus finanziellen Gründen.

Die 40 überschritten Auch im Ballett Zürich gibt es eine Ausnahmetänzerin, die US-chinesische Tänzerin Yen Han. Sie war schon unter Heinz Spoerlis Direktion Erste Solistin und ist es immer noch; inzwischen hat sie die 40 bereits überschritten. Spuck hat in seinem «Nussknacker» explizitfür sie eine neue Rolle, die des Clowns, kreiert. Und im Stück «Messa da Requiem» hat er für sie gar eine Hauptpartie geschaffen. «Als Choreograf eine solche Künstlerin im Ensemble zu haben, mit dieser Ausdruckskraft, ist schlichttoll», schwärmt Spuck. Doch den wenigsten Tänzerinnen ist es gegeben, so lange weiterzumachen. Das Thema Transition bleibt akut, und das wahrscheinlich noch für längere Zeit.

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